Eine kleine Kurzgeschichte von mir die das Ende von Jürgen Heinemann und seinen Kampf gegen den Mecha erzählt.
„Ach verdammt, schon wieder ein Bohrkopf dahin.“ Schimpfte Jürgen Heinemann in das Funkgerät. „Was ist denn passiert?“ erkundigte sich Gene Lawrence, die einige Meter von Jürgen entfernt stand. Jürgen drehte sich so Gene herum, und reflexartig verspiegelte sich das Visier des Raumanzugs um Jürgen vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. „Keine Ahnung, die Drohne meldet einen Defekt im Bohrkopf.“ Um seine Aussage zu unterstreichen schlug er mit der Behandschuhte Faust auf die andere. Dann seufzte er und zog die Fernsteuerung der Grabungsdrohne aus den Multifunktionsgürtel seines Raumanzugs, tippte ein paar Befehle ein, welche die Drohen gehorsam mit einem piepsen Bestätigte. „Kommst du mit?“ Fragte er. „Nach dir.“ Bestätigte Gene. So schnell die Raumanzüge es erlaubten nährten sich die beiden der Drohne, die gerade damit fertig war das Bohrgestänge aus dem Rostroten Sand zu ziehen und auf der Ladefläche abzuladen. Die beiden umrundeten die Drohne um an ihrer Front den Bohrkopf in Augenschein zu nehmen.
„Oje der ist ja völlig hinüber.“ Meinte Gene als sie den völlig zerschrammten und verbogenen Bohrer betrachtete. Jürgen kniete sich neben den Bohrkopf hin und strich mit der Hand über zerschundene Metall, fasst so als könne er Kontakt damit aufnehmen um zu erfahren was passiert sei. „Da unten muss irgendwas verdammt hartes sein, was den Bohrkopf zu zugerichtet hat.“
Plötzlich knackte es in ihren Helmen und die vertraute Stimme von Diego Ramirez drang aus den Lautsprechern:“ Hey Leute, stimmt was nicht?“ Jürgen drehte sich um und hob den Kopf um die Kommandozentrale zu sehen und winkte hinauf. „Ein Bohrkopf ist kaputt. Diego, wenn du gerade da bist, schicke doch eine Drohne mit der Baggerschaufel nach unten. Die soll hier etwas graben damit herausfinden können was da passiert ist. Wahrscheinlich ist es ja eh nur wieder ein Fels.“ „Okay wird gemacht, aber ihr beiden solltet langsam mal wieder hoch kommen. Euer O2 geht langsam aus.“ Gene hob den linken arm und lies sich den Luftvorrat in ihrem Anzug anzeigen. Die Digitalanzeige verkündete dass sie noch für 2 Stunden Luft hatten. „Gut Diego wir kommen dann gleich hoch.“ Antwortet Gene. Dann stapften die beiden Los.
Es dauerte nur wenige Minuten und sie hatten die Komandzentrale erreicht. Auf den Weg dahin waren sie der zweiten Drohne begegnet die nun gehorsam den Platz aushob. Gene tippte auf Zahlenfeld an Tür ihren ID-Code ein und prompt schoben sich die beiden Türhälften aus ein andern. In der Zentrale stand Diego über die Kontrollen gebeugt und beobachtete die Drohne bei ihrer Arbeit.
„Wisst ihr was ich am meisten bei diesen Erkundungsmissionen hasse?" fragte Jürgen auf einmal, nach dem er den Sauerstofftank gewechselt hatte. Beide verneinten. „Das wir diese Anzüge nicht Ausziehen können. Ich sitze in dem Ding schon seit 2 Tagen und wenn wir wieder zuhause sind stinke ich wie noch was.“
Diego lachte während Gene still blieb. „An den Geruch gewöhnt man sich.“ Gab Diego grinsend zurück. „Ich ja, nur wenn wir zuhause sind darf ich erst einmal 4 Stunden unter die Dusche bevor auch nur einer aus meiner Familie mit mir im gleichen Zimmer sein will.“ „Wenn Geruchsbelästigung die einzigen Hürden bei der Vererdung des Mars sind, dann können wir von Glück reden.“ Warf Gene ein. Das Wort >Retikulaner< hing unausgesprochen in der dünnen Atmosphäre, und betroffenes schweigen erfüllte den Raum. „Ich denke nicht das … oh was ist das denn?“ Jürgens Blick viel auf den Monitor welcher die Aktivitäten der Drohne zeigte. Ein Kantiges Gelbes stück Metall glänzte durch den Rostroten Sand. Ohne was zu sagen griff er nach den Steuerelementen der Kamera und zoomt den Ausschnitt. „Was immer das auch ist, es ist nicht natürlich.“ Gebannt starrten die Drei auf den Bildschirm und beobachten wie die Drohne immer mehr von dem Objekt freischaufelte.
„Tja was machen wir jetzt?“ fragte Diego und blickte die beiden anderen ratlos an. „Ich würde sagen wir schauen uns das mal aus der nähe an.“ Sagte Jürgen, dann drehte er sich um und ging zum Ausrüstungsschrank. Dort nahm er einen der Wissenschaftslaser heraus und überprüfte die Batterie. „Ich gehe mit.“ Sagte Gene. „Gut, ich werden versuchen die Kolonie zu erreichen.“ Gab Diego von sich. Nachdem Jürgen den Laser in seinen Rucksack verstaut hatte gingen er und Gene hinunter zur Ausgrabung. Ein flaues Gefühl breitete sich in allen drei Mägen aus. Unten angekommen strich Jürgen mit der Hand über das Metall. Es weiß keine Fuge oder Kratzer auf. Zumindest nichts das man durch den Handschuh spüren konnte. „Für was hälst du das Gene?“ fragte er. Gene runzelte die Stirn „Ich habe keine Ahnung. Es liegt einen Meter unter der Oberfläche, also liegt das – was immer es auch ist – schon seit mindestens 1000 Jahren hier.“ Jürgen zuckte mit den Schultern, dann kramte er den Laser aus dem Rucksack hervor und überprüfte noch einmal mit ruhiger Routine, die Batterie, den Lauf und den Kühlkreislauf. „Was hast du vor Jürgen?“ fragte Gene. „Ich versuche mal ein Stück heraus zu schneiden damit wir was zum Analysieren haben.“ Dann legte er auf die Wand an und schoss … und nichts passierte. „Mh nichts … da werden wir wohl etwas Stärkeres brauchen.“ Sagte Jürgen mit einem leicht enttäuschten Tonfall. „Gut, Ich hole dann mal den Laserschneider für die Drohne aus dem Lager.“ erwiderte Gene. Jürgen machte eine Handbewegung, die bei den Kolonisten als Kopfnicken galt. Dann lehnte er sich an die Drohne und betrachtete miesmutig die völlig unversehrte Stelle wo er in das Metall schneiden wollte.
Gene war gerade 2 Minuten von Jürgen entfernt als ohne Vorwarnung eine der Bodenplatten auseinander strebte und ein großes Metallisches Objekt durch einen Lift an die Oberfläche gebracht wurde. Völlig Sprachlos und perplex stand er da ohne eine Ahnung zu haben was er tun sollte. Das >Ding< das vor ihm stand war etwa 3 Meter hoch, gut 2 Meter dieses etwas waren 2 lange klobig wirkende Beine. Dann teilte sich das Gebilde in zwei arme die etwas nach links und rechts herunter hingen. Am ende dieser arme saßen zwei Gerätschaften die verdächtig viel Ähnlichkeit mit den Läufen einer Waffe hatten. Intuitiv hechtete Jürge hinter die Drohne, und das keinen Moment zu früh. Zwei Blitze zuckten, aus den Armen der Maschine, über den Boden hinweg und dort wo sie die Drohne berührten warf der Kunststoff blassen. „DIEGO! GENE!“ brüllte Jürgen ins Funkgerät, doch was er nicht wusste war, das sein Funkgerät einen Treffer abbekommen hatte. Schweiß stand ihm auf der Stirn, sein Herz raste. Langsam lugte er um ein Rad der Drohne herum. Das Metallwesen stand immer noch da wo es herausgekommen war. Entschlossen hob Jürgen den Laser und feuerte auf das Wesen. Der strahl schnitt über den rechten Arm und das Bein der Maschine. Die Maschine richtete ihre Waffen ruckartig auf Jürgen aus und feuerte zwei weitere Blitze aus seinen Waffen ab. Gerade noch rechtzeitig zog er den Kopf wieder zurück. Die Blitze zuckten nun über die Drohne, die Wild protestierend piepste. Dann stellte die Maschine ihr Feuer ein und mit langsamen behäbigen schritte fing sie an die Drohne zu umrunden. Jürgen erkannte das seine Provisorische Deckung ihm nicht mehr länger Schutz bot und er sprang auf. „DIEGO! GENE! VERDAMMT ICH WEISS NICHT OB IHR MICH HÖHRT KÖNNT. ABER ICH STECKE HIER TIEF IN DER SCHEIS …“ weiter kam er nicht, denn ein weiter Blitz schoss nur um Haaresbreite an seinen Kopf vorbei und raubte ihm den Atem. Ein weiterer fräste über den Boden und streifte seinen Rücken. Sengender Schmerz raste seine Wirbelsäule rauf und runter und warf ihn zu Boden. Mühsam atmend und mit zitternden Fingern umklammerte er den Laser. Sterne Tanzten vor seinen Augen. Er rollte sich herum und richtete seine Provisorische Waffe erneut gegen die Maschine die nun unaufhaltsam auf ihn zu stapfte. Mit wilder Entschlossenheit drückte er den Auslöser durch und schnitt mit dem Laser tief in den Torso der Maschine. Ohne Vorwarnung hörte der Strahl auf, entsetzt blickte Jürgen auf den Laser wo die Meldung >Zwangskühlung< blinkte. Tränen standen ihm in den Augen als die Maschine wieder ihre Waffen auf ihn ausrichte. Dann sah er nur noch ein Blendend Weißes Licht.